Sonntag, 22. November 2015

Island Roadtrip Tag 1

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Wir befinden uns schon über Keflavik, als ich die dicke Jacke umständlich im engen Flugzeugsitz anziehe und dabei meinem Nebenmann fast eine runterhaue. In weniger als zehn Minuten werden meine Füße isländischen Boden berühren und das lässt meine Aufregung ins Unermessliche steigen. Endlich angekommen, machen wir uns mit vollgepacktem Koffer und einem Rucksack, der fast so groß ist wie ich, auf den Weg zu unserem Busshuttle. Bis ich im nächsten Moment, mit den Füßen stampfend, meinem durch die Luft wirbelnden Busticket hinterher renne, in der Hoffnung es irgendwie zu erwischen. Nach einer Weile erlöst mich ein Isländer und drückt mir lachend mein Ticket mit den Worten "I think it's yours" in die Hand. Ich lache, bedanke mich und kann endlich in den Bus Richtung Reykjavik einsteigen. Das hoch angepriesenes W-Lan an Bord funktioniert so hervorragend wie meine Fang-Aktion, nämlich gar nicht. Aber das macht nichts. Ich bin sowieso damit beschäftigt, mit der Nase am Fenster zu kleben.

Der Flybus bringt uns praktischerweise bis direkt vor unser Airbnb Apartment, aber einmal den Block umrundet später, wissen wir immer noch nicht genau wo der Eingang sein soll. Nach der zweiten Umrundung begegnen wir zwei Engländern, die ebenfalls in dem Haus wohnen und uns aufklären, dass das Pin-Pad der Tür nicht funktioniert und sie sich in Jogginghose und T-Shirt quasi ausgeschlossen haben. Also setzen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf unsere Koffer und hören ihren Geschichten über Whale Watching und Polarlichtern zu.

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Endlich im Zimmer, können wir es gar nicht erwarten sofort wieder loszuziehen. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg Richtung Laugavegur, DER Einkaufsstraße Reykjaviks und merken dabei erst, wie zentral unsere Wohnung liegt.
Kurz vor Ladenschluss wollen wir den Isländern nicht ihren Feierabend hinauszögern, sondern betreiben nur Windowshopping, bis wir uns mit knurrenden Mägen auf die Suche nach dem Grillhusid machen.
 photo 03_zpsvwcl3rp3.jpg Scheinbar war der Hunger zu groß und die Geduld zu klein, denn wir landen in einem Burgerladen direkt davor. Aber auch da erfüllen Cheeseburger und Süßkartoffelpommes ihren Zweck.
 photo 05_zps3mmbh8vt.jpg Nach einer Stunde Sitzen reicht es aber auch und wir gehen wieder raus an die frische Abendluft. Wir spazieren vorbei an der Harpa Concerthall, am Wasser entlang bis zum berühmten Sun Voyager.
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Nachdem wir den Sonnenuntergang über der Bucht beobachtet haben, zieht es uns etwas müde zurück in unsere Wohnung.
Am ersten Abend war mir noch nicht ganz klar wie der Fernseher funktioniert und ich schaue eher zwangsläufig einem Hütehund-Wettbewerb zu. Lange bleiben meine Augen sowieso nicht offen und ich träume vom bevorstehenden Abenteuer.  photo 04_zpsar64rpca.jpg

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Reise-Special: Island, einmal zum Umrunden bitte!

 photo iceland001_zpsesscwqzc.jpg Lange war es ein Traum, dann eine konkrete Idee und schließlich ein feststehender Plan. 12 Tage Island, 9 Tage Roadtrip und fast jede Nacht an einem anderen Ort.
Ich habe mir die Nächte um die Ohren geschlagen, Hotels verglichen, Busshuttle gebucht, Sehenswürdigkeiten rausgesucht und hatte neben Verstand scheinbar auch etwas Glück. Nach dieser Reise kann ich sagen, ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen, dass meine Planung ziemlich gut aufgegangen ist. Deswegen will ich sie auch nicht einfach für mich behalten, sondern mit dem Internet teilen!

Also werde ich Tag für Tag zusammenfassen, inklusive Hotels, Restaurants und jeglichen Tipps, sodass am Ende ein komplettes Tagebuch meiner Reise entsteht.
Heißt, ich werde jetzt gar nicht lange drum herum reden, sondern loslegen.

Zunächst ein paar grundlegende Informationen zu einem Roadtrip in Island:

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  1. Zu welchem Zeitpunkt könnt ihr Urlaub nehmen und was für Wetter herrscht auf Island? Ich war von 17. bis 29. September dort und wir hatten super viel Glück. Als wir schon in Akureyri waren, gab es allerdings Sturmwarnungen für Vik und Umgebung. Betraf uns dann nicht mehr, aber ich war froh, dass wir diesen Teil schon hinter uns hatten. 
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  3. Packt der Jahreszeit entsprechend. Ich habe gemerkt, wie wenig ich unterwegs gebraucht habe. Festes Schuhwerk ist ein Muss! Eine regendichte Jacke auch. Mein Outfit bestand meistens aus: Trekkingboots (wasserdicht), Jeans, Top, Cashmere-Pullover (oder Fleece), Fleecejacke, Schal und dicker, regenabweisender Jacke. Oft konnte ich bei Sonnenschein die Jacke im Auto lassen und im Pullover rumlaufen. 
  4. Essengehen ist teuer. Da kann ich euch leider nichts anderes erzählen. Es gab Restaurants, wo wir für bis zu 100€ gegessen haben und solche, wo wir mit 30€ raus sind. Unter 20€ wird es für 2 Personen aber schwierig. Der Vorteil: Wasser gibt es überall kostenlos dazu! Softdrinks belaufen sich meist auf 350 ISK (ca. 2,50€), Alkohol ist teurer (Ein Bier kann auch mal 8€ kosten, meist aber zwischen 4 und 5€). Wir hatten zwei mal die Chance, in gemieteten Cottages selbst kochen zu können und das ist definitiv günstiger. Supermärkte gibt es eigentlich in jedem etwas größeren Ort.
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  6. Ich habe Island per Mietwagen umrundet und kein Allradauto gebucht. Lediglich zu dem berühmten Flugzeugwrack in Sólheimasandur konnten wir nicht fahren, weil wir dafür ein 4x4 (Allradauto) gebraucht hätten. Ansonsten hat unsere kleine Nussschale alles hervorragend gemeistert. 
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  8. Benzin ist preislich ähnlich wie in Deutschland würde ich sagen. Unser kleines Auto hat wirklich sehr wenig verbraucht und für um die 2000 km haben wir ungefähr 250€ gebraucht. Eher weniger. Tankt aber bitte an jedem Übernachtungsort und fahrt nicht mit halbem Tank am nächsten Morgen los. Ihr werdet teilweise für 1 bis 2 Stunden an keiner Tankstelle vorbeikommen.
  9. Für das Autofahren gilt: Innerorts 50km/h, Außerorts 90 km/h, Tunnel 70 km/h und auf Schotterpisten 80 km/h. Die Geschwindigkeiten sind überall ausgeschildert und ihr solltet euch daran halten. Auch in Island gibt es Blitzer und teilweise an Stellen, wo ihr sie nicht erwartet ;-) Wir sind glaube ich auf einer Gravel Road nie 80 km/h gefahren. Vertraut mir, meistens kommt ein unerwartetes Schlagloch und dann war's das möglicherweise erstmal. Vorsichtig fahren hat sich sehr bewährt und mal ehrlich, ist doch Urlaub.
  10. Bevor ich es vergesse: Autotüren beim Aussteigen immer festhalten. Teilweise seht ihr nicht, wie windig es draußen ist und dann verabschiedet sich auch schnell mal eine Landkarte aus dem Auto. Ja. Das ist mir passiert. Aber noch schlimmer wäre, wenn der Wind die Tür beschädigt und ihr das zahlen müsst.

Bei einem Roadtrip geht es nicht darum anzukommen, sondern unterwegs zu sein. Haltet auch mal außerplanmäßig an, genießt die Natur, packt auch ein Picknick ein und macht an einem der vielen Rastplätze eine Pause. Ihr braucht euch auch nicht mit einem nervigen GPS oder Navi-Gerät rumzuschlagen. Wir sind nach altmodischer Landkarte gefahren und teilweise habe ich unser Auto auf einer Offline-Map mit dem Handy verfolgt. Wenn ihr die Ortsnamen kennt, findet ihr euch anhand der vielen Straßenschilder super zurecht!

Abschließend die ersten Schritte zu einem Roadtrip auf Islands Ringroad:

 photo iceland003_zpshmi3hyuk.jpg Flug buchen: Wir sind von Hamburg aus via Icelandair für 387,66€ pro Person (Hin- und Rückflug) geflogen. So früh wie möglich buchen, desto günstiger ist der Preis für ein und denselben Platz. Je nach Auslastung werden die Tickets innerhalb der Klassen teurer.

 photo iceland004_zpsomajgsci.jpg Auto mieten: Ich kann SADCars voller Überzeugung empfehlen. Die Autos sind zwar alt und gebraucht, aber dadurch haben sie sich wahrscheinlich auch bewährt und unser blauer Toyota Yaris hat uns auf jeden Berg und über jede Gravel Road gebracht. Für 10 Tage haben wir 341€ gezahlt, für ein Auto der Kategorie A. Die hintere Sitzbank haben wir umgeklappt und dort unsere Koffer transportiert. Für zwei Personen absolut ausreichend. Wer früher bucht und sofort bezahlt, kriegt hier sogar Rabatt.

Airport Shuttle: Falls ihr, wie wir, eurer Auto erst (2 Tage später) in Reykjavik abholt, lohnt sich das Buchen eines Shuttlebus-Tickets. Wir wurden sogar direkt vor die Tür unseres Airbnb Apartments gebracht, weil direkt daneben offizielle Apartments sind. Auch auf der Rückfahrt haben wir uns direkt vor SADCars in Reykjavik aufsammeln lassen. Direkt daneben ist nämlich das Bus Hostel.
Wir haben den Flybus genutzt, aufgrund der passenden Pick-Up-Stellen. Es gibt aber auch noch Gray Line.

Meine App-Empfehlungen (iPhone) für Island:
- Scout, die erste Karte ist kostenlos und im Offline-Modus verfügbar. Einzelne Straßen hat diese App zwar oft über die Suche nicht gefunden, aber zum Orientieren und Identifizieren des eigenen Standortes perfekt. Funktioniert über die GPS Funktion des iPhones.
- Veður, Wetterapp für Island inklusive Wetterwarnungen
- Aurora Forecast, dadurch seht ihr, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Polarlichter zu sehen
- Taxi Hreyfill Taxi vor-/bestellen ohne im Ausland telefonieren zu müssen. Einfach ins Wlan einloggen (gibt es fast überall) und über die App bestellen.
- Strætó, Tickets für die Öffentlichen können über die App gebucht werden. Praktisch, wenn man den Betrag von 400 ISK nicht passend dabei hat, denn Busfahrer haben kein Wechselgeld dabei.
- Appy Hour, Alkohol ist in Island nicht gerade günstig, aber überall gibt es Happy Hours. Diese App zeigt euch wann und wo.
- Handpicked Iceland, diese App beinhaltet ein paar gute Tipps was Essen, Shopping und Kultur betrifft.
- 112 Iceland, sollte euch unterwegs irgendetwas passieren (was ich natürlich nicht hoffe), könnt ihr über diese App euren Standort senden und Hilfe rufen.


Sonntag, 9. August 2015

Einfach machen!


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Lange habe ich hier nichts von mir hören lassen und das war auch gut so. Wo will ich überhaupt hin mit meinem Blog, was möchte ich mitteilen, mache ich das nur für mich oder für wen sonst?
Und ich habe gemerkt, dass ich Konfettimädchen mehr zu meinem Ding machen möchte. Ich will mich überhaupt nicht auf irgendeine Kategorie festlegen. Ich möchte das posten, was mir in den Sinn kommt.

Die letzte Zeit habe ich genutzt darüber nachzudenken, wo ich hinwill. Privat und beruflich. Dabei habe ich gemerkt, dass ich eigentlich genau da bin, wo ich zu diesem Zeitpunkt sein möchte. Mein Studium macht mir Spaß, meine Jobs sind super, ich habe tolle Freunde und plane gerade meine erste eigene Reise.
Und es geht naaaaach ISLAND. Schnappatmung, Herzrasen.. Oh mein Gott. Schon lange hege ich diesen Traum und dann kam der Gedanke: "Warum nicht einfach machen?" Im September geht's los. Flüge, Auto und erste Unterkunft sind schon gebucht und ich versinke in der Planung. Im positiven Sinne! Also macht euch in nächster Zeit gefasst auf Tipps zur Vorbereitung, Reiseinfos und Dinge, die ich in Island erleben möchte.

So wie ich Island angehe, möchte ich auch alles weitere in Zukunft angehen. Einfach machen, was soll schon schief gehen?

Dachte ich mir übrigens auch bei meinen Haaren und schon waren sie lila.


Sonntag, 15. Februar 2015

Sunday Flow

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Es ist Sonntag, die Nacht war lang, die Absätze hoch und die Begleitung die Beste.
Diesmal kommt der Blogpost erst am Sonntag, aber meine beste Freundin ist seit kurzem aus Amerika zurück und ich denke das zählt als Grund ;-)

Freitag, 6. Februar 2015

Tourneeproben in Iserlohn

Jetzt kann ich das auch endlich von meiner Liste streichen: Nach Iserlohn fahren. Ein lange gehegter Wunsch, der endlich in Erfüllung gegangen ist!

Spaß. Ich durfte, nach München, nun für Tourneeproben nach Iserlohn und drei tolle Tage mit dem Harvey-Team verbringen.
Das Video beinhaltet Action, Spaß, Spannung und wie wir nachts nicht mehr ins Hotel gekommen sind. Na? Aufgeregt?
Das will ich auch hoffen bei diesem Teaser ;-)
Hier noch ein paar Handyfotos. Die Kamera habe ich bei diesem actionreichen Trip lieber zuhause in Hamburg gelassen.

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Donnerstag, 29. Januar 2015

You can leave your hat on

 photo opener_zps5dr3cmek.jpg Klischeehafter könnte der Titel nicht sein, aber es hat mir so dermaßen in den Fingern gejuckt, dass ich nicht anders konnte.
Ich habe eine Zeit lang nur Hüte getragen, dann gar nicht mehr, bis ich diesem bei H&M begegnet bin. Inklusive zweimal daran vorbeilaufen, zweimal doch nicht mitnehmen und dann online bestellen.
Perfekt, wenn man bei Schnee oder Regen nur einen Wollmantel ohne Kapuze trägt oder schlicht und einfach aus dem Grund, weil man es stylisch findet.
Zwei Gründe, warum er mich auch auf meiner bevorstehenden "Reise" begleiten wird.

Morgen geht es endlich zu den Tourneeproben nach Iserlohn und für mich anschließend weiter in die Pfalz.
Ich bin sehr gespannt auf die Stadt, das Theater, die Leute dort und den Alltag einer Tournee.
Und weil ich vor Aufregung sowieso nicht schlafen könnte (naja so schlimm ist es auch nicht), gehe ich jetzt mit meiner besten Freundin was essen.

Auf Facebook und Instagram (evalindstroem) werde ich regelmäßig über meinen Trip berichten! Schaut gerne vorbei :-)

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Hut, Hemd, Hose - H&M
Mantel - COS
Schal - Alberotanza (The Pashmina Shop Hamburg)
Schuhe - Timberland

Freitag, 23. Januar 2015

Easy peasy Schmuckaufbewahrung



Ein kleiner DIY-Tipp für diejenigen unter euch, die auch gerne mal etwas zu viel Schmuck ansammeln und schon gar nicht mehr wissen, was sich alles in den unendlichen Tiefen der Schmuckschatulle befindet.
Easy peasy, schnell fertig und auch noch günstig!
Das mit dem Zählen übe ich auch noch mal und dann sind alle happy ;-)

Kommende Woche beginnt für mich die letzte Vorlesungs-Woche im ersten Semester der neuen Uni und damit auch die Zeit der Prokrastination. Am 11. Februar steht die erste Klausur an, zwei Hausarbeiten müssen geschrieben und eine Präsentation vorbereitet werden. Also fahre ich erst mal zu Oma und Opa. Beste Ausrede: Da gibt es kein Internet, heißt auch weniger Ablenkung.

In Wirklichkeit will ich nur diese ganzen übermotivierten Posts bei Facebook nicht sehen, die mir den Eindruck vermitteln, ich würde viel zu spät anfangen zu lernen und hätte keinen Plan von irgendwas.
Pustekuchen, bis jetzt hab ich jede Klausur meiner Uni-Laufbahn mehr als zufriedenstellend bestanden, aber irgendwie schaffen sie es doch immer wieder. Im mich verrückt machen bin ich eben einfach Weltmeister. Das wird sich wohl nie ändern.